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Eigenes Feederfutter aus Futtermehlen zusammenstellen

Du bekommst Tipps, wie Du Dein eigenes Futter zum Feedern selber mischen kannst. Dazu werden die Eigenschaften eines guten Feederfutters zunächst genannt. Damit Du ein ideales Futter zum Feederangeln mischen kannst, werden die Eigenschaften von Futtermehlen hervorgehoben. Dadurch vermitteln wir Dir das Wissen, damit Du ein persönliches Feederfutter mischen kannst.

Was ist beim Mischen vom eigenen Feederfutter wichtig?

 

Feedern mit selbst hergestelltem Futter

 
Hier wollen wir Dich als Guiding und Leitfaden auf dem Weg zur Herstellung deines eigenen Feederfutters mit Tipps und Tricks begleiten. Die Angelgeräteindustrie stellt eine Vielzahl von fertiger Futtermischung zur Verfügung, die auf den Fang von Zielfischen wie Karpfen, Rotaugen und Brassen abgestimmt sind. Diese Fertigfuttermischungen, die nur noch mit der entsprechenden Menge Wasser verrührt werden müssen, versprechen dem Angler den Fang von vielen Fischen während seiner Feedersession am Wasser. Dabei gibt es Feederfutter, das speziell auf die Methode-Feeder abgestimmt ist, als auch Mischungen für Fließ- und Stillwasser. Dabei reicht der Geruch der Futtersorten über fruchtig, süßlich bis fischig.  
 
Doch was ist das Wichtigste an einem guten Futter zum Feedern?  
Meine Meinung dazu ist die Konsistenz, die wesentlich das Verhalten des Futters in den verschiedenen Feederkörben bestimmt. Die Konsistenz oder Klebkraft des Futters wird dabei nicht nur vom Zusammenstellen der Bestandteilen bestimmt,sondern vor allem von der Wassermenge, die beim Anrühren zum Futter zugegeben wird. Hier gilt, dass weniger mehr ist. Wird das Futter mit zu viel Wasser angemischt, so verwandelt es sich in einen flüssigen Brei. Fügt der Angler weniger Wasser hinzu, sodass kein Brei entsteht, so kann das Vorgehen dazu führen, dass die Futtermischung so viel Klebkraft entwickelt, dass der Teig sich zwar wunderbar in den Futterkorb kneten lässt, jedoch sich am Futterplatz nicht aus dem Feeder löst. Dadurch geht ein Teil der Lockwirkung des Futters verloren! Deshalb sollte der Angler stets zu seinem Futter nur wenig Wasser geben und danach dem Wasser die Möglichkeit geben, in die Futterpartikel einziehen zu können. Das angefeuchtete Futter wird dann durch Zusammendrücken mit der Hand auf seine Konsistenz hin überprüft und bei Bedarf vorsichtig weiteres Wasser hinzugefügt, um die Bindung des Futters zu erhöhen. Auch Probewürfe an den Futterplatz können das Verhalten des Futters überprüfen. Ebenso lohnt sich das Einbringen des Futterkorbs in das flache Wasser vor seinen Füßen, um zu beobachten, wie das Futter sich im Korb verhält.
 
 
 



 

Welche Futtermehle ins Feederfutter?

 

Futter zum Feedern

 
Es gibt unzählige Futtermehle am Markt, die Du als Angler erwerben kannst. Die Zutaten für ein gutes Feederfutter sind aber von deren Bindung beim Mischen mit Wasser abhängig und ist von der Korngröße (Mahlung) abhängig, dem Zuckergehalt, der Wasseraufnahmefähigkeit und des Trocknungsgrades abhängig, um Dir hier nur einmal einige Eigenschaften aufzählen zu dürfen. Daneben gibt es Zutaten zum Zusammenstellen der Mischung, die sehr populär im Feederfutter verwendet werden und so gut wie keine Bindung aufweisen. Es gilt also für Dich, die richtige Mischung zwischen den verschiedenen Bindungen zu erforschen oder durch Zumischen von Mehlen am Gewässer der Angelsituation anzupassen.  
 
Doch welche Mehle soll ich verwenden ?  
Da die Auswahl fast unübersichtlich ist und mit Sicherheit die Auswahl von 50 Futtermehlen auf dem Markt Dir zur Verfügung steht und Du diese ebenfalls in unterschiedlichen Qualitäten erhalten kannst, wie Mahlung und Zuckergehalt, besteht immer eine Abweichung in den Eigenschaften der gleichen Futtermischung. Zudem werden alle Futtermehle aus Produktionsresten (Bruch, Reste aus Maschinen) hergestellt und Lebensmitteln, die nicht mehr verkauft werden können, hergestellt. Dabei ist der Fokus nicht auf das Angeln ausgerichtet, sondern auf die Herstellung von Tiernahrung im Allgemeinen. Die Basis eines Feederfutters besteht jedoch immer zunächst aus einem bindenden Mehl. Das Bekannteste ist dabei das Paniermehl, das Du nicht nur beim Bäcker Deines Vertrauens erwerben kannst, sondern auch im Supermarkt und letztendlich kannst Du es auch selber durch Mahlung von getrockneten Brot- und Brötchenresten selber herstellen.
 
 
 



 


 

Paniermehl im Feederfutter?

 

Paniermehl zum Feedern

 
Das wohl günstigste und auch bekannteste Mehl zum Anlocken von Fischen ist das Paniermehl. Ein Großteil meiner Jugend war es, das Basismehl in allen meinen selbstgemachten Lockfuttern zum Stippen. Am Anfang habe ich das Mehl als bunte Mischung mit Kuchenresten von einem Bäcker in Säcken von einem Bäcker, dessen Söhne ebenfalls Stipper waren, sehr günstig erworben. Gemischt wurde es mit Backaromen aus dem Supermarkt und fertig war ein mein Futter. Im Supermarkt ist es in verschiedenen Qualitäten, als Brötchenpaniermehl und aus Hartweizenmehl (Brata). Beide Qualitäten enthalten wenig Zucker und Süße, sodass Du es nur als weitgehend geschmacksneutrale Basis verwenden solltest. Doch Vorsicht! Besonders das grobkörnige Hartweizenpaniermehl nimmt sehr viel Wasser auf und besitzt wesentlich mehr Bindung als das Brötchenpaniermehl, sodass Du knetbare Bomben erhältst, die sich im Futterkorb kaum auflösen. Allenfalls in starker Strömung kann das Paniermehl in diese Konsistenz eingesetzt werden, da es Gewicht in den Futterkorb bringt und sich nur langsam auflöst. Deshalb ist ein anderes Futtermehl als Zutat für Deine Feedermischung ratsam, das weniger bindende Eigenschaften besitzt, um eine Auflösung des Paniermehls zu gewährleisten.
 
 
 



 

Mit Zwiebackmehl bringt Aktivität in das Futter zum Feederangeln

 

Zwiebackmehl, süße und aromatische Verführung

 
Aus den Resten der Zwiebackherstellung (Bruch, Abrieb durch Maschinen), wird durch Mahlen das Zwiebackmehl zum Feedern hergestellt. Dazu kommen Rückläufer aus dem Lebensmittelhandel, die sich zwischen Brot und anderen unverkäuflichen Teigwaren, befinden. Aufgrund der bunten Mischung aus Teigwaren kann Zwiebackmehl sich in der Qualität und den Eigenschaften unterscheiden. Neben dem natürlichen Zwieback kannst Du auf besondere Produkte stoßen wie Zwieback mit Kokosflocken und einem mit aromatischer Schokolade überzogenen Zwieback. All diese Produkte werden sortiert, gemahlen und landen schließlich in Deinen Futterzusatz.

Das Futtermehl aus Zwieback zeichnet sich durch einen hohen Zuckeranteil aus, sodass es sich im Wasser schnell auflöst. Früher habe ich Zwiebackmehl zur besseren Auflösung und damit zur Verbesserung der Aktivität, im Stippfutter für die Strömung eingesetzt. Durch die Dosierung konnte eingestellt werden, wann sich die Futterballen am Grund auflösten, damit auch zwischen den Steinen der Uferbefestigung genügend Futter frei gespült wurde, um die Fische auf den Futterplatz zu locken. Deshalb ist es für Dich ein idealer Futterzusatz, um die Auflösung Deiner Futtermischung im Feeder zu beschleunigen. Zwiebackmehl besitzt eine hohe Anziehungskraft auf Fische, die süße Futtermischungen lieben. Dazu gehören Brassen, Güstern, Rotaugen und Karpfen. Eine Verwendung von reinem Zwiebackmehl solltest Du aber vermeiden, da die Klebkraft von Zwiebackmehl nur gering ist. Für stehende Gewässer solltest Du jedoch den Anteil an Zwiebackmehl in Deiner Futtermischung erhöhen, denn durch die hohe Aktivität setzt das Zwiebackmehl beim Absinken des Futterkorbes bereits viele Partikel frei und bildet eine leichte Wolke. Diese Futterspur lockt zusätzlich Fische an und zeigt ihnen, wo das Futter am Grund zu finden ist.  

Zwiebackmehl selbst herstellen  
Solltest Du kein Zwiebackmehl kaufen können, so kannst Du dir das Mehl leicht selber herstellen. Da der Zwieback sehr trocken ist und deshalb extrem brüchig, lässt er sich auf einer Küchenreibe sehr gut zerkleinern. Besser und feiner geht es mit einem Fleischwolf oder der Küchenmaschine. Fairerweise muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass die Ausbeute an Mehl gering ausfällt, da der Zwieback sehr luftig gebacken wird. Trotzdem ist das gewonnene Mehl wertvoll in der Futtermischung.
 
 
 



 


 

Süß und gelb, Maismehl (Polenta) im Feederfutter

 

Maismehl, die gelbe, süße und aromatische Verführung

 
Maismehl wird meist aus entkeimten Mais hergestellt, während der Keim vom Mais in der Ölmühle zu Speiseöl verarbeitet wird. Es ist aber auch möglich, zur Herstellung von Maismehl das volle Maiskorn zu verwenden. Danach wird der Mais getrocknet, sodass er spröde wird und sich gut in einer Mühle zu Mehl zerkleinert werden kann. Ein anderes Verfahren beruht darauf, den Mais zu rösten, um das Wasser aus dem Korn zu reduzieren. Dabei kommt ein wesentlich aromatischeres Mehl heraus, dass jedoch wesentlich weniger Wasser enthält und so auch weniger bindend ist. Deshalb solltest Du darauf achten, welche Qualität Du bekommst.
 

Empfehlung:


 
Bei manchen Maisprodukten, die besonders trocken sind (geröstetes Maismehl, TTX-Mais) ist die Wasseraufnahme begrenzt und dauert entsprechend langsam. Deshalb ist unsere Empfehlung für Dich diese Produkte vor dem Angeln mit Wasser zu vermischen und über Nacht ziehen zu lassen. Dabei erhältst Du zumeist einen wenig bindenden Brei. Dieser Brei wird anschließend mit der trockenen Futtermischung vermischt. Doch Vorsicht! Bei TTX Mais erhöht sich die Bindung des Futters sehr stark! Das ist aber beim Stippen in der starken Strömung oft gewollt, da das mit Wasser vollgesogene Mehl entsprechend schwer ist und den Futterballen schnell zum Gewässerboden sinken und die Futterballen in der Strömung gut liegen bleiben. Beim Feedern solltest Du jedoch darauf achten, dass sich das Futter in einer angemessenen Zeit auflöst, damit Du nicht halbvolle Futterkörbe an Land kurbelst.
 
Maismehl gibt es in verschiedenen Körnungen. Als Maisgrieß ist die Körnung groß und das Mehl nimmt nur schwer Wasser auf, sodass die Bindung gering ist. Die Polenta, das fein gemahlenen Maismehl, das in der Küche zu Tortillas verarbeitet werden kann, nimmt dagegen viel Wasser schnell auf und besitzt eine mittelstarke Bindung. Es wirkt im Futter nicht nur als süße Zutat, sondern färbt das Futter auf natürliche Weise auffallend gelb. Dadurch bildet es gelbe Wolken am Grund, die die Fische nicht nur anzieht, sondern auch Deckung vor Raubfischen bietet. Aufgrund seines süßlichen Geruchs, lockt Maismehl Brassen, Güstern und Karpfen an den Haken.
 
 
 



 

Hanfmehl im Feederfutter

 

Hanfmehl im Futter, die Verführung für Rotaugen

 
Hanfmehl wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen. Die Hanfsamen sehen aus wie kleine braune Nüsse, in denen sich ein hell gefärbter Samen als Kern befinden. Hanf besitzt eine pharmakologische Wirkung, da die ursprüngliche Pflanze Cannabinoide enthält wie THC und das Cannabiol CBD. Die Hanfsamen, die Du heute im Landhandel kaufen kannst dürfen laut EU-Verordnung jedoch nur noch 0,3% THC enthalten. Trotzdem schreibt man dem Hanf eine berauschende Wirkung auf Fische zu. Daneben sorgt das Hanfmehl für eine gute Verdauung bei den Fischen und sorgt so dafür, dass die Fische hungrigt bleiben. Hanf besitzt aufgrund seines hohen Anteils an harter und unverdaulicher Schale einen geringen Nährstoffanteil und dazu kaum eine Bindung. Du kannst ein klumpiges Futter mit Hanfmehl auflockern! Deshalb sollte Hanfmehl nur in Verbindung mit bindenden Mehlen als Basis verwendet werden! Mit dem Mehl kannst Du die Auflösegeschwindigkeit Deines Futters und damit die Aktivität unter Wasser erhöhen. Aufgrund seines herben Geschmacks, ist Hanf der idealer Lockstoff für Rotaugen, aber auch Brassen und Güstern lieben das Mehl. Besonders zur kalten Jahreszeit, wenn es den Brassen zu kalt ist, lockt Hanf große Rotaugen an den Haken. Tip!: Hanf als Köder Hanf ist ein guter Köder für Friedfische, besonders die bereits erwähnten Rotaugen, der jedoch inzwischen in Vergessenheit geraten ist. Hier Verrate ich Die wie Du aus den Hanfsamen einen widerstandsfähigen und haltbaren Hakenköder machts. Um den Hanf als Köder verwenden zu können, muss er weich gekocht werden. Dazu gibst Du den Hanfsamen überdeckt mit Wasser in einen Topf und kochst ihn für ein 15-20 Minuten. Du erkennst den hakenfertigen Hanf daran, dass der Hanfsamen aufgegangen ist und der weißliche Samen aus der aufgegangenen Schale herausquillt. Der weisse Samen ist so weich, dass Du hier den Haken einstechen kannst. Dabei musst Du darauf achten, dass die Hakenspitze auf der anderen Seite des Samens heraustritt, da sonst der Fisch nicht sicher gehakt wird. Du kannst aber die Hakenspitze mit einem anderen Köder, verbergen. Maden sind dazu sehr gut geeignet. Eine weitere Möglichkeit Hanfsamen zu kochen ist, den Hanfsamen im Wasser kurz zum Kocken zu bringen und die Mischung heiß vorsichtig in eine Thermokanne zu gießen. Die Thermoskanne sorgt beim Stehenlassen über Nacht, dass die Hanfsamen aufgehen. Diese Technik wir von den alten Hasen unter den Stippanglern verwendet, da das Kochwasser zum Anrühren des Futters genutzt werden kann, da es den Duft des Hanfs aufgenommen hat und somit zusätzliche Lockwirkung besitzt. Fazit!: Benutzt das nach Hanf duftende Kochwasser zum Anrühren des Futters.