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Angeln
in
Deutschland

Was ist Angeln?

Angeln-Definition

Als Angeln wird zumeist der Fang von Fischen bezeichnet, der zur Selbstversorgung dient. Das dazu verwendete Fischfanggerät, die Angel, besteht dabei in ihrer einfachsten Form aus einer Schnur an dem ein Haken befestigt ist. Die Schnur wird dabei auf einer Rolle aufgewickelt und der Haken mit einem Objekt versehen, dass von den zu fangenden Fischen gefressen wird. Dieses Objekt welches als Köder bezeichnet wird, stammt überwiegend aus der Tierwelt wie Maden, Würmer oder der Pflanzenwelt wie Mais oder Hanf. Der Köder wird auf die Hakenspitze aufgezogen und den Fischen präsentiert. Um die Schnur auswerfen zu können und den Haken am Grund des Gewässers präsentieren zu können, wird vornehmlich ein Gewicht in Form eines Steins oder eines Metallstücks (Blei) an der Schnur befestigt. Das Angeln in Deutschland erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Besonders die Popularität des Raubfischangelns mit künstlichen Ködern, wie Wobblern, Spinnerbaits und Gummifischen nimmt stark zu.

Weiterentwicklung des Angelsports.

Weiterentwicklung des Angelsports

Das Angeln wurde dadurch weiterentwickelt, dass an der Schnur lange Stöcke zuerst aus Weiden, die eine hohe Flexibilität aufwiesen, später dann aus Bambus als Vorläufer der heutigen modernen Angelruten befestigt. Der Bambusstock wurde dadurch weiterentwickelt, indem man ihn in zusammensteckbare Segmente unterteilte. Die Segmente besaßen einen unterschiedlichen Durchmesser, sodass eine Flexibilität erzielt wurde, die die Fluchten des gehakten Fisches abfedert und somit ein Ausschlitzen des Hakens aus dem Fischmaul verhindert. Die ersten Ruten aus Bambus besaßen keine Rollen zum Einholen oder auswerfen der Schnur, sondern waren unberingte Stippruten. Erst später wurden die Bambusruten kürzer, mit einer Rolle und den dazugehörigen Ringen versehen, sodass eine Angelrute entstand, mit der der Köder ausgeworfen werden konnte. Diese Wurfruten ermöglichten das Angeln auch in größerer Distanz vom Ufer. Die Angelrollen besaßen zunächst nur eine Achse in der Mitte und sind baugleich mit den heutigen Centerpin - Rollen. Diese wurden zum Auswerfen der Schnur in einen 90° Winkel zur Rutenspitze gedreht, besaßen aber keinen Bügel zur Freigabe der Schnur. Aus diesem Prinzip wurden anschließend die heutigen Stationärrollen entwickelt, die die am häufigsten eingesetzte Rollenbauart darstellen.

Welche Techniken dominieren das Angeln?

Techniken, die das Angeln dominieren

Grundangeln: Wie der Name schon verrät, wird bei dieser Angeltechnik der Köder auf dem Gewässergrund angeboten. Eine einfache Montage besteht aus einem Grundblei, das zur Beschwerung der Schnur und des Köders durch ein Loch im Inneren oder eine Öse auf die Angelschnur gefädelt wird. Das Blei dient als Gewicht beim Auswerfen einerseits dazu die nötige Wurfweite zu erzeilen, andererseits den Köder in strömenden Gewässern dort zu verankern. Der Haken wird mit einem toten Köderfisch, Würmer oder Maden versehen. Als Fang sind Fische die am Grund fressen zu erwarten wie Aale, Zander, Barsche, Brassen, Karpfen, Schleien und an frostigen Tagen im Winter auch Hechte.
 
Posenangeln: Mit der Pose kann man verschiedene Wassertiefen befischen. Da die Angelpose auf der Schnur verschiebbar befestigt wird oder als Durchlaufpose von einem Stopper, der die Wassertiefe bestimmt, innerhalb der der Köder den Fischen angeboten wird, sind alle Gewässertiefen mit der Pose befischbar. Eine Sonderform der Posen sind Wasserkugeln oder Piloten. Die Wasserkugeln werden, wie der Name schon verrät, mit Wasser als Gewicht befüllt. Da deshalb der Haken und die Schnur an dem er befestigt ist (Vorfach) nicht beschwert wird, ist es mit der Wasserkugel möglich, den Köder nahe der Oberfläche anzubieten. Somit kommen wir zur nächsten Angelmethode.
 
Oberflächenangeln: Das Angeln an der Wasseroberfläche wird überwiegend von Forellenanglern betrieben, die mit einer Fliegenrute Imitationen von Fliegen und anderen Insekten an der Gewässeroberfläche anbieten. Forellen in natürlichen, naturstoffarmen Gewässern ernähren sich fast ausschließlich von Insekten, die nahe der Wasseroberfläche leben. Dabei wird der Fisch, der sich durch Wellen oder Ringe beim Schwimmen an der Oberfläche verrät, gezielt angeworfen. Diese Technik bezeichnet man als „Stalking“ (vom Englischen "to stalk" für anpirschen). Eine Angeltechnik die auch beim Karpfenangeln angewendet wird, indem man die an der Oberfläche befindlichen Karpfen mit einem Stück schwimmenden Brot (Schwimmbrot), an einem unbeschwerten Hakenvorfach, anbietet. Modern ist aber auch das Spinnfischen mit Oberflächenködern wie Stickbaits und Poppern. Diese besitzen die Form eines kleinen Fisches, der sich beim Einholen der Schnur auf der Wasseroberfläche Druckwellen erzeugt, die besonders dort jagende Räuber wie Rapfen, Aland und Barsche zu Anbiss verleiten.

Zu welcher Angeltechnik gehört das Feederangeln oder Feedern?

Feederangeln- Die Angeltechnik

Da der Köder beim Feederangeln der Köder am Grund angeboten wird, handelt es sich um eine moderne Form des Grundangelns. Statt eines Grundbleis wird meist mit einem Wirbel ein Futterkorb (Feeder vom Englischen "to feed" für füttern) an der Hauptschnur als Wurfgewicht befestigt. Wie beim Grundangeln allgemein es der Fall ist, wird der Biss eines Fisches durch die gestraffte Angelschnur auf die Spitze übertragen. Der Biss macht sich dadurch bemerbar, dass die Spitze anfängt zu zittern oder bei einem kräftigen Anbiss des Fisches sich deutlich durchbiegt. Um auch kleine Fische fangen zu können, ist eine Feederrute mindestens mit 3 Spitzen ausgestattet, die in das Spitzenteil der Rute eingesteckt werden und somit auswechselbar sind. Da die feinen Spitzen eine unterschiedliche Flexibilität aufweisen, sind mit den feinsten Spitzen auch die feinsten Bisse von kleinen Fischen zu erkennen, sodass auch diese erfolgreich beim Feedern überlistet werden.

Ist Feederangeln eine erfolgreiche Angelmethode?

Feederangeln- Die Angeltechnik

Ist Feederangeln eine erfolgreiche Angelmethode? Ja, besonders wenn...

Der Zeitpunkt erreicht ist, an dem die Fische am Grund fressen wollen. Da Feedern eine Form des Grundangelns ist, wird der Köder am Grund angeboten. Deshalb ist Feedern auf Friedfische besonders bei moderaten Wassertemperaturen empfehlenswert. Ist es brütend heiß, ist auch weniger Sauerstoff im Wasser, sodass die meisten Fische sich nicht am Grund aufhalten. Die Fische fressen dann allenfalls an der Oberfläche oder im Mittelwasser. Jetzt ist die Zeit gekommen, um auf das Posenangeln umzusteigen.  
 
Der Fall eintritt, dass die Fische weit draußen im Gewässer stehen. Besonders in Angelgewässern mit hohem Angeldruck stehen die Fische teilweise weit in der Gewässermitte. Das ist besonders der Fall, wenn zum Angeldruck noch Badebetrieb im Hochsommer zu verzeichnen ist. Hier spielt die Feederrute ihren großen Vorteil aus, dass auch vom Ufer entfernte Bereiche mit dem Gewicht des Futterkorbes angeworfen werden können und dort Fische gezielt durch das Futter im Korb angelockt werden.  
 
In der starken Strömung geangelt wird. Durch schwerste Futterkörbe kann mit der Feederrute in stark strömenden Gewässern geangelt werden. Hier spielt der Futterkorb seinen Vorteil aus, dass er das in ihn gefüllte Futter schnell zum Grund trägt und sich dort verankert, ohne von der Strömung abgetrieben zu werden. Hat das Futter die richtige Bindung, so löst es sich erst am Gewässergrund auf und lockt mit einer verführerischen Duftspur die Fische an.